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Tipp

Sa, 05.12.2009

20 Jahre Antifa-AK an der FH D: ein Grund zum Feiern

Kategorie: Termine

Alle ehemaligen und heutigen Aktiven, UnterstützerInnen, SympathisantInnen, FreundInnen sowie Interessierte sind herzlich eingeladen mitzufeiern!

Samstag, 5. Dezember 2009, Einlass ab 19 Uhr, im Cafe Freiraum (FH-Standort Düsseldorf-Golzheim, Josef-Gockeln-Str. 9, Außentreppe auf der Wiese links neben dem Haupteingang. Haltestelle Golzheimer Platz (U78 und U79).

Ab 22 Uhr live in concert: "The Tips" aus Neuss, anschließend wird aufgelegt. Der Erlös der Party kommt der Düsseldorfer Rechtshilfe zugute. Es wird um eine (freiwillige) Eintrittsspende in Höhe von 3 Euro gebeten.

Am 4. Dezember 1989 konstituierte sich an der FHD ein autonom agierender Antifa-Arbeitskreis, der bis heute existiert und - von Generationswechsel bedingten Übergangsphasen abgesehen - kontinuierlich arbeitet.

Schon in den ersten Jahren gab es viel zu tun, insbesondere 1992 und 1993, nachdem der rassistische Terror im wiedererwachten Deutschland mit dem Pogrom in Hoyerswerda seinen ersten "Höhepunkt" bereits erreicht hatte und sich weiteren - wie dem Pogrom in Rostock und den Morden in Mölln und Solingen - näherte. Zeitgleich wurde damals von den Regierungsparteien mit Unterstützung vieler Medien mit der "Asyl(anten)-Debatte" eine der größten rassistischen Kampagnen nach 1945 durchgeführt und 1993 nach dem Einknicken der SPD mit der faktischen Abschaffung des individuellen Grundrechts auf Asyl erfolgreich abgeschlossen.

Antifaschismus wurde durch die Arbeit des Antifa-AK und des 1992 eingerichteten AStA-Antifa-Referates zu einem festen Bestandteil der FH-AStA-Politik und gewann in den Folgejahren immer mehr an Bedeutung. Über fünf Semester erschien mit dem "Antifa-AK Infoblatt" sogar eine eigene Zeitung an der FHD.

Das Betätigungsfeld des Antifa-AK reicht(e) von politischer Bildungs-, Öffentlichkeits- und Kulturarbeit über die Unterstützung regionaler Projekte bis hin zur Initiierung von und Beteiligung an Aktionen. Im Rahmen der Bildungsarbeit des AK wurden ungezählte Informations- und Diskussionsveranstaltungen und weit über 20 Wochenendseminare organisiert. Zur politischen Bildungsarbeit zählt auch die Reihe "INPUT - antifaschistischer Themenabend", die seit 2002 kontinuierlich stattfindet, aktuell an jedem letzten Mittwoch im Monat, entweder im "Linken Zentrum" oder im zakk (die nächste Veranstaltung findet am 24.1.2010 statt).

Antifaschistische Politik war und ist für den Antifa-AK aber stets mehr als Bildungsarbeit und der Kampf gegen die extreme Rechte. Antifaschistische Politik kämpft für eine Gesellschaft, in der Rassismus, Nationalismus, Sexismus, Ausbeutung und Krieg keinen Platz mehr haben. Soweit es möglich war, haben sich AK-Mitglieder deshalb auch immer wieder an Aktionen, Kampagnen und Debatten beteiligt, die über eine "klassische" Antifa-Arbeit hinaus gehen.