An alle politisch, ökologisch interessierten Menschen:
Die Schwerpunkte des Ökologiereferats gehen über ein weitverbreitetes Natur- und Umweltschutzverständnis hinaus, der politische Blickwinkel auf das Thema Ökologie soll im Vordergrund stehen.
So beschäftigen wir uns unter anderem kritisch mit Themen wie Anti-AKW Bewegung, Umweltmigration, Gentechnik, Biopiraterie und. Rechte-Ökologie.
Zu uns
Wir sind seit 2006 das Ökologiereferat des AStA der FHD. Wir, das sind Max, Alex, Rufus und Alex.Wir studieren im den Fachbereichen Sozial- und Kulturwissenschaften und Maschinenbau. Wir treffen einander in der Regel einmal die Woche und besprechen, was in nächster Zeit ansteht.
Zur Grundlage
Wir gehen davon aus, dass die Natur nicht gegen den Menschen zu retten ist und sich Ökologie nicht von oben durchsetzten lässt. Weil der Kapitalismus auf der Ausbeutung von Natur und menschlicher Arbeit beruht, gibt es auch keine Lösung ökologischer Probleme getrennt von der sozialen Frage.
Unsere politische Einstellung ist kurz gesagt: solidarisch, radikal ökologisch, antipatriarchal, internationalistisch, basisdemokratisch, antirassistisch, antikapitalistisch und impliziert den Glauben an die Umsetzbarkeit sozialer Gleichheit und Freiheit aller Menschen. Und an eine Gesellschaft, in der alle Potenziale der Menschen zu gegenseitigem Nutzen gefördert werden, in der die Kollektivität nicht die Unterdrückung von Individualität bedeutet und Individualität nicht Konkurrenz und Egoismus. Gesellschaftliche Verhältnisse, in denen alle Menschen die gleichen materiellen Voraussetzungen haben, sich allseitig zu entfalten, frei von krank machenden Lebensverhältnissen und in einer natürlichen Umwelt.
Wenn sich nun jemand an dem Begriff “radikal” gestört haben sollte: Wir meinen damit natürlich nicht das Legen von Bomben
, sondern, dass wir die Ursachen und nicht die Auswirkungen der Probleme angehen möchten, wir nicht die treu(ent)sorgenden Mülltrottel der chemischen Industrie sein wollen.
Zum Plan
Im Laufe der letzten Semester haben wir einige Veranstaltungen organisiert, zum Beispiel anlässlich der Jahrestage der Katastrophe in Tschernobyl.
Im vergangenen Sommersemester lag unser Schwerpunkt aus stetig gegebenem Anlass wieder auf den Wirkungsprozessen der Atomlobby. Besonders wichtig war uns im Kontext der Veranstaltungsreihe “Woher kommt dein Strom? URAN-auf den Spuren der Atomkraft”, nicht nur, die Aufmerksamkeit auf vergangene Geschehnisse zu legen, sondern einen aktuellen, konkreten, lokalen sowie auch internationalen Fokus zu setzen. Nicht nur Ereignisse wie die letzten Störfalle in Krümmel zeigen auf, dass der Protest weitergehen muss. Die Großaktionen des Sommers 2010,z.b. Menschenkette von Brunsbüttel nach Krümmel, waren nett. Aber die Pläne der Bundesregierung als Handlanger der Atomindustrie zeigen, das der Widerstand praktischer werden und über symbolische Aktionen hinaus gehen muss. Vor diesem Hintergrund kann die Forderung weiterhin nur lauten: “Alle Atomanlagen sofort abschalten!” Der Wechsel von atomaren und fossilen (auch Uran ist endlich) zu regenerativen Energiequellen ist längst überfällig.
In diesem Themenbereich wollen wir auch weiterhin aktiv bleiben. Das heißt konkret, dass wir in Düsseldorf langfristig eine aktive Gruppe mit dem Schwerpunkt Atomtransporte aufbauen wollen, da auch durch Düsseldorf regelmäßig Urantransporte (UF6) von Pierrelatte in Frankreich zur Urananreicherungsanlage(UAA) in Gronau rollen. Und von dort aus fahren illegale Uranmülltransporte weiter nach Russland. Als fester Termin steht für uns auch jedes Jahr der Castortransport ins Wendland auf dem Programm (wenn Du Dich hierfür interessierst und mitkommen willst, dann sprich uns einfach an).
Für das nächste Semester haben wir uns u.a. vorgenommen, die Konditionierungsanlage der GNS (Gessellschaft für Nuklear-Service mbh) für Atommüll in Duisburg-Wanheim und die Transporte von dort ins Brennelementezwischenlager-Ahaus (BZA) in den Focus unserer Arbeit zu stellen.
In unseren Köpfen tummeln sich noch einige weitere Ideen, die wir in die Tat umsetzen wollen. Natürlich seid auch IHR hierbei gefragt. Wichtig ist uns, dass unsere Arbeit im Ökologiereferat vielfältig ist. Deshalb könnt Ihr uns gerne jederzeit ansprechen, wenn Ihr neue Ideen oder Fragen habt. Oder, wenn Ihr auch die Nase voll vom „gelben Strom“ habt, bieten wir euch eine Energieberatung zum Stromanbieterwechsel an.
Wir sind häufig im Büro der Fachschaft SozialKult und im AstA Büro in Golzheim zu finden. Oder schreibt uns unter:
oekologie@asta-fh-duesseldorf.de
Mit solidarischen Grüßen
Euer Ökoreferat!


