Ökologie

Die Ökologie beschäftigt sich allgemein mit den Wechselbeziehungen zwischen Organismen und ihrer natürlichen Umwelt.

Das Ökologie-Referat hat zum Ziel, Studierende hinsichtlich eines Bewusstseins über diese Wechselwirkungen und wechseitigen Abhängigkeiten zu informieren und zu sensibilisieren, sowie ihnen zu ermöglichen, sich selbst für einen gerechteren und nachhaltigeren Umgang mit unserer Welt und den darauf beheimateten Lebewesen einzusetzen.
Dabei beschäftigt es sich unter Anderem mit folgenden Themen:

Ernährung
Zu jeder Mahlzeit entscheiden wir darüber, was und wie wir essen wollen. Unser Essen hat dabei gravierende Auswirkungen auf die Natur und Umwelt, ist ein gewichtiger Faktor des Klimawandels und befördert globale Ungerechtigkeiten. Der steigende Fleischkonsum und die Abwendung von regionalen und ökologisch hergestellten Produkten zerstört die Natur, treibt den Klimawandel voran und raubt Ressourcen und Fläche in Ländern des globalen Südens. Übersubventionierte Lebensmittelexporte aus Industrienationen und Nahrungsmittelspekulationen auf dem Weltmarkt verursachen in diesen Regionen oft massive Hungersnöte und verhindern den Aufbau lokaler, landwirtschaftlicher Kreisläufe.

Klima
Der Klimawandel schreitet stetig voran, denn Jahrzehnte lang haben wir Unmengen an CO2 und anderen Treibhausgase in die Atmosphäre geleitet und gleichzeitig wertvolle CO2-Speicher wie Wälder und Moore zerstört. Statt erneuerbare Ressourcen für unsere Energiegewinnung zu verwenden, wurde auf klimaschädliche Kohle- und Rohölverbrennung und die hochgefährliche Technologie Atomkraft gebaut. Der globale Energiehunger steigt permanent – aber damit auch die durchschnittliche Temperatur auf unserem Planeten. Wer verursacht überwiegend den Klimawandel und wer muss ihn im wahrsten Sinne des Wortes „ausbaden“? Wie fair ist das Verhältnis zwischen dem globalen Süden und dem globalen Norden? Wie gerecht handeln wir gegenüber kommenden Generationen?

Mobilität
Immer mehr Autos brauchen immer mehr Straßen und produzieren immer mehr Dreck – Gesundheitsbelastungen, Klimaverschmutzung, Flächenversiegelung und Beeinträchtigung unserer Lebensqualität inklusive. Dabei ist das Auto in der Stadt mit Staus und Parkplatzsuche oftmals kaum schneller als das Rad. Und auf dem Land fahren wir durch höhere Reisegeschwindigkeiten nicht kürzer, sondern einfach nur weiter – doch zu welchem Preis?

Natur und Umwelt
Die unzähligen Arten an Pflanzen und Tieren, sowie unterschiedlichen Lebensräume sind einzigartig auf unserem Planeten. Doch immer stärker wird die Natur durch uns Menschen bedroht – vieles ist bereits unumkehrbar zerstört. Eingriffe durch z.B. Gentechnik, intensive Landwirtschaft, Waldrodung, Flussbettausbau etc. sind respektlos gegenüber der Schönheit und Biodiversität des Tier- und Pflanzenreichs, aber auch gegenüber zukünftiger Generationen. Langfristig gesehen, nehmen wir uns auf diesem Weg selbst die Lebensgrundlage.

Konsum
Unser alltäglicher Konsum hat Auswirkungen, die wir uns nur selten bewusst machen. Gleichzeitig wollen Werbung und Medien uns täglich davon überzeugen, dass wir immer mehr Dinge brauchen, um glücklich zu sein und vor allem immer das neueste Modell. Wenn jeder Mensch auf diesem Planeten so leben würde, wie die Menschen in Deutschland, dann bräuchten wir über 2,6 Erden: Platz um Lebensmittel anzubauen, Rohstoffe abzubauen, Energie zu produzieren, Müll aufzuarbeiten sowie zu deponieren und um Kohlendioxid zu binden. Unser derzeitiger Lebensstil geht also zwangsläufig zu Lasten der Umwelt, zukünftiger Generationen und Menschen in anderen Teilen der Welt.

Postwachstum
Immer mehr, immer weiter, immer schneller…?! Wirtschaftliches Wachstum ist aus sich heraus zur Vorstellung von Fortschritt und zum Ziel unternehmerischen und politischen Handelns geworden. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zeigt den Wert aller Waren und Dienstleistungen an, die in einem Land in einem Jahr hergestellt und verkauft werden und soll bestenfalls stetig anwachsen: Eine steigende Produktion, eine größere Auswahl an Produkten und ein höherer Verbrauch. Doch ist unendliches Wachstum auf einem endlichen Planeten überhaupt möglich?

Beiträge der Studierendenschaft sind jederzeit herzlich willkommen.
Die Welt verändert sich – aber die Richtung kannst Du beeinflussen.

Sabrina, Ökoreferentin SS2016

oeko-hsd[at]riseup.net