Genderreferat

Seit März dieses Jahres ist das Genderreferat wieder besetzt und startet mit frischem Wind in das neue Semester. Es sollen Veranstaltungen rund um die Auseinandersetzung mit dem sozialen Geschlecht entstehen, denn dieses spielt leider in Bewertungsprozessen im alltäglichen Umgang immer noch eine viel zu große Rolle. Wir sind ständig damit konfrontiert, dass wir als Frauen* und Männer* fremddefiniert werden und an den ihnen, als angeblich natürlich, zugeschriebenen Eigenschaften gemessen werden. Mehr noch: in sozialer Interaktion sind wir auch selbst an der – bewussten und unbewussten – (Re)Produktion von Geschlechternormen beteiligt – auch dann, wenn wir selbst Geschlechter als konstruiert kritisch hinterfragen. Wir sind immer noch Teil der gegenwärtigen zweigeschlechtlich strukturierten Gesellschaft, in welcher vermittelt wird,  sich für ein Geschlecht entscheiden zu müssen. Die Orientierung verläuft dabei häufig anhand der vor gelebten Bilder von Weiblichkeit* oder Männlichkeit*. Diese Bilder sind stark beeinflusst von der gesellschaftlich erstrebten Norm, die sich in Stereotypen – verankerten Vorstellungen und Klischees – widerspiegeln. Selten ist diesem Konzept eine Alternative gegenüber gestellt. Als Folge entstehen duale Geschlechterkonstrukte, welche zudem einer Polarität ausgesetzt sind, die die Weiblichkeit* der Männlichkeit* entgegensetzt, sowie eine Hierarchie in der Unterscheidung zwischen diesen schafft. Um einen Umbruch mit unterdrückenden Verhaltensweisen zu erreichen und sich der Ebene der gleichen Teilhabe anzunähern, muss eine Auseinandersetzung mit der damit verbundenen Diskriminierung stattfinden. Über Veranstaltungen, wie Workshops, Lesekreise, Diskussionsrunden und Vorträge, sollen sowohl Wissen um die Thematik als auch Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Diskriminierung erarbeitet und vermittelt werden. Die bereits geplanten Veranstaltungen werden auf Facebook und der AStA Homepage bekannt gegeben.

Falls ihr bereits Ideen zu möglichen Veranstaltungen habt, könnt ihr euch gerne an mich wenden. Ich freue mich über einen Besuch oder eine Mail mit konstruktiven Beiträgen, Nachfragen oder einfach einem interessierten Austausch.

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Zu der Schreibweise:

Wir benutzen ein Sternchen bei den Wörtern wie Männer* und Frauen*, um auf die Konstruktion dieser Begriffe hinzuweisen. Wir gendern mit *, damit auch Menschen, welche sich weder mit der männlichen* noch der weiblichen* Form identifizieren können und/oder möchten, sichtbar gemacht werden.

Kontakt:

genderreferat@asta-fh-duesseldorf.de

http://www.facebook.com/genderreferat.fhdusseldorf

Sprechzeiten:

donnerstags, 11:00 bis 14:00 Uhr

im AstA-Büro, Georg-Glock-Straße 15, 40474 Düsseldorf, 0211 / 451206