Antifa

Als eigenes Referat eingerichtet wurde das AStA-Antifaschismus-Referat vor 16 Jahren, zu einer Zeit also, als der neonazistische Terror im “wiedervereinigten” und wiedererwachten Deutschland mit den Pogromen in Hoyerswerda und Rostock seine ersten Höhepunkten bereits erreicht hatte und sich weiteren – wie den Morden in Mölln und Solingen – näherte. Zeitgleich wurde damals von den Regierungsparteien mit Unterstützung vieler Medien mit der “Asyl(anten)-Debatte” eine der größten rassistischen Kampagnen nach 1945 durchgeführt und 1993 nach dem Einknicken der SPD mit der faktischen Abschaffung des individuellen Grundrechts auf Asyl erfolgreich abgeschlossen. Antifaschistische Arbeit wurde mit der Einrichtung eines eigenen Referats zu einem festen Bestandteil der AStA-Politik und gewann in den Folgejahren aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung immer mehr an Bedeutung. Schon Ende 1989, nach den ersten großen Wahlerfolgen der “Republikaner” in Berlin und bei den Europawahlen sowie dem mit der bevorstehenden “Wiedervereinigung” rapide anwachsenden Nationalismus und Rassismus, hatte es einen ersten Versuch einer Konstituierung eines ANTIFA-Arbeitskreises an der Fachhochschule Düsseldorf (Antifa-AK) gegeben, der allerdings nach nur kurzer Zeit scheiterte. Erst nach dem zweiten Anlauf gelang es 1992 dem zwischenzeitlich eingerichteten Antifa-Referat, einen Arbeitskreis an der FH zu etablieren, der bis heute als autonomer Arbeitskreis aktiv ist und vom AStA-Antifa-Referat unterstützt wird.

Kontakt

über das AStA-Büro, Georg-Glock-Str. 15

Tel. 0211 / 451206

E-Mail: antifa@asta-fh-duesseldorf.de

E-Mail: antifa-ak@gmx.de

Es gibt viel zu tun…

Das antifaschistische Betätigungsfeld des Antifa-AK an der FH reicht von politischer Bildungs-, Öffentlichkeits- und Kulturarbeit, über die Unterstützung regionaler Projekte, bis hin zur Initiierung von und Beteiligung an Aktionen. Im Rahmen der Bildungsarbeit des AK wurden ungezählte Informations- und Diskussionsveranstaltungen und über 20 Wochenendseminare organisiert. 2008 beteiligte sich der AK am ersten Antifa-Camp im Rheinland und unterstützte dessen Durchführung aktiv. Ein wichtiges antifaschistisches Thema ist auch die regionale Neonazi-Szene. Am 3. Juni 2006 marschierten 270 Neonazis durch Düsseldorf, konnten aber aufgrund von Straßenblockaden ihre Demonstration nicht auf der genehmigten Route zu Ende bringen. Mehrere tausend Menschen beteiligten sich an den Gegenaktionen eines breiten linken Bündnisses gegen den Naziaufmarsch. Sowohl der Antifa-AK, als auch der AStA und diverse seiner Referate unterstützten aktiv die Gegenaktivitäten. Auch an den Gegenaktivitäten anlässlich einer extrem rechten Kundgebung am 25. Mai 2008 am Reeser Platz in Fußnähe des FH-Standortes in Golzheim haben sich AStA und Antifa-AK beteiligt und zuvor innerhalb der StudentInnenschaft informiert und mobilisiert.Antifaschistische Politik ist für den Antifa-AK aber mehr als Bildungsarbeit und der Kampf gegen die extreme Rechte. Antifaschistische Politik kämpft für eine Gesellschaft, in der Rassismus, Nationalismus, Sexismus, Ausbeutung und Krieg keinen Platz mehr haben. Soweit es möglich ist, beteiligt sich der AK an Aktionen und Kampagnen, die über eine “klassische” Antifa-Arbeit hinaus gehen. Hierzu zählten in den letzten Jahren unter anderem antirassistische Aktionen, wie z.B. gegen Abschiebungen und die rassistischen “Ausländer”- und Asyl-Gesetze sowie gegen die rassistische Kampagne der CDU gegen die lange überfällige, wenn auch völlig unzureichende Reformierung des Staatsbürgerschaftsrechts (“Doppelpaß”). Nach Kräften beteiligten wir uns auch an Aktionen gegen Sozialraub (z.B. Wohnungsnot, Hartz IV), gegen die Vertreibung “unerwünschter Personen”, z.B. Obdachloser und Punks, aus den Innenstädten und von öffentlichen Plätzen, gegen “Innere Sicherheit”-Kampagnen, gegen Kriegstreiberei und vieles mehr. Und natürlich waren wir auch nicht untätig, als die Kampagne “Block G8″ im Sommer 2008 anlässlich des G8-Gipfels nach Heiligendamm rief.

Try a contact!

Natürlich ist es nicht möglich, im Rahmen dieser Zeitung umfassend über unsere Arbeit und Positionen zu informieren. Darum beenden wir die unvollständige Aufzählung unserer Aktivitäten an dieser Stelle. Kontakt zu uns könnt Ihr über den FH-AStA in der Georg-Glock-Straße und über den Fachschaftsrat SozialKult aufnehmen. Unsere regelmäßigen Veranstaltungen im Rahmen der Reihe “INPUT – antifaschistischer Themenabend” finden jeden letzten Mittwoch im Monat ab 19.30 Uhr im Zentrum “Hinterhof” auf der Corneliusstr. 108 (Straßenbahnen 701, 707 und 708 bis Morsestraße) statt. Darüber hinaus bieten wir unregelmäßig und an wechselnden Orten “INPUT-SPEZIAL”-Veranstaltungen zu aktuellen Themen an. Aushänge mit unseren Ankündigungen findet Ihr in der Cafeteria im FH-Gebäude 24.21 auf dem Campus, am ANTIFA-Brett in der Georg-Glock-Str. (zwischen Bibliothek und Mensa) und vor dem AStA-Büro. Ankündigungen von INPUT finden sich auch regelmäßig auf der Rückseite der monatlich kostenlos erscheinenden Düsseldorfer “Stattzeitung TERZ” sowie im Internet unter www.antifa-kok.de (Termine) und www.linkes-zentrum.de.

Zuletzt noch eine Bitte

Eine effektive antifaschistische Arbeit ist nur möglich auf solider Informationsgrundlage, das heißt wenn möglichst viele Menschen die Augen aufhalten und Informationen weitergeben. Wenn Euch also etwas auffällt, seien es neonazistische Aufkleber und Flugblätter (einsammeln, aber bitte nicht wegwerfen!), Informationsstände der REPs, NPD oder PRO NRW,  oder Ihr erfahrt von Treffpunkten, Veranstaltungen, RechtsRock-Konzerten, Aktionen, Übergriffen, oder es läuft Euch ein Trupp Neonazis über den Weg oder was auch immer: Der “Koordinierungskreis antifaschistischer Gruppen aus Düsseldorf und dem Umland” (ANTIFA-KOK), mit dem wir zusammenarbeiten, hat ein Info-Telefon eingerichtet. Geht immer davon aus, dass die Information, die Ihr habt, noch nicht bekannt ist und gebt sie möglichst schnell weiter. Tel.-Nr. des ANTIFA-KOK: 0172 / 211 13 11. Ihr könnt uns die Infos auch gerne dem Antifa-AK oder dem AStA-Antifa-Referat zumailen. Kontakt:Antifa-AK: antifa-ak@gmx.de AStA-Antifa-Referat:antifa@asta-fh-duesseldorf.de