Wohnen

Für diejenigen, die noch keine Bleibe gefunden haben, nachfolgend in alphabetischer Reihenfolge ein paar Tipps zur Wohnungssuche sowie zur Überbrückung der Übergangszeit bei der Suche. Vorweg aber erst einmal ein Angebot des FH-AStA für Leute, die noch nicht einmal einen Schlafplatz haben:

Das Studium bzw. die ErstsemesterInneneinführung hat begonnen und Du hast absolut nichts zum Übernachten/Wohnen aufgetan? Blöd, aber auch davon geht noch keine einzige Welt unter. Bevor Du Dich also nun unter eine der fünf Düsseldorfer Rheinbrücken legst oder gar Gegenstände auf Polizeiautos wirfst, um nach dem Schlagstockeinsatz einen Schlafplatz in einer übel riechenden, aber immerhin überdachten Zelle zu bekommen: Der FH-AStA bietet für die erste Zeit für wenige Euro akzeptable Schlafplätze an. Wenn Du hiervon Gebrauch machen möchtest: Sei am 22. September, also am ersten Tag, um 16.00 Uhr im „Café Freiraum“ am FH-Standort Golzheim (Zugang über Außentreppe links neben dem FH-Haupteingang Josef-Gockeln-Straße, 50 Meter vom Audimax entfernt, also von dort, wo die Begrüßung durch das Rektorat und den AStA stattgefunden hat). Wenn Du erst nach dem 19. September zur FH-D vordringen solltest, wende Dich an Deine/n TutorIn der ErstsemesterInneneinführung oder an Deinen Fachschaftsrat oder komm‘ während der Öffnungszeiten (Mo. bis Do.: 11.00 bis 14.00 Uhr) im FH-AStA-Büro vorbei oder ruf‘ im FH-AStA-Büro unter Tel.: 0211 / 451206 an.

Einige Wohnungsangebote hängen zur Durchsicht und Auswahl am Schwarzen Brett am AStA-Büro bereit.

Das städtische Amt für Wohnungswesen ist u.a. zuständig für Wohngeld, Wohnberechtigungsbescheinungen und Wohnungsvermittlung.

Amt für Wohnungswesen
Brinkmannstraße 5, Düsseldorf
Tel.: 0211 / 8929084 (Zentrale)

Öffnungszeiten:
Mo. und Mi. von 8.00 bis 12.30 Uhr,
Do. von 14.00 bis 18.00 Uhr

Einige VermieterInnen inserieren erst gar nicht, sondern melden sich auf Wohnungsgesuche. Oder sie inserieren UND achten auf Wohnungsgesuche. Man sollte also erwägen, selber ein Wohnungsgesuch in den Zeitungen (siehe Tageszeitungen und Wochenzeitungen) aufzugeben. Häufig melden sich leider VermieterInnen, die überteuerte Wohnungen anbieten, aber es gibt auch immer wieder Glücksfälle. Allgemein gilt, je seriöser die Anzeige, desto besser die Chancen. Unwahrscheinlich, dass eine Anzeige in der konservativen „Rheinischen Post“ (RP) mit der Überschrift „Mittelloser Drummer sucht tierfreundliche linke WG“ erfolgreich ist. Und nicht nur in der RP…

Campen (Notlösung)
Warum nicht, wenn das Wetter Anfang Herbst noch erträglich ist? Eventuell kennst Du ja auch wen, der oder die einen Wohnwagen besitzt und diesen für einige Zeit rausrückt.

Campingplatz Lörick
Niederkasseler Deich 305
Te.: 0211 / 591401

ImmobilienmaklerInnen
ImmobilienmaklerInnen leben davon, dass sie VermieterInnen die Suche nach neuen MieterInnen abnehmen. Dafür lassen sie sich von dem/der zukünftigen MieterIn mit zwei bis drei Kaltmieten bezahlen. Und wer hat schon neben den obligatorischen zwei bis drei Kaltmieten für die Kaution plus einer Warmmiete für den ersten Monat noch zusätzlich zwei bis drei Kaltmieten für die Gebühr im Sparstrumpf… Häufig haben MaklerInnen aber auch günstige und schöne Wohnungen. Ein solcher Deal lohnt sich jedoch nur für Leute, die wissen, dass sie lange in einer solchen Wohnung bleiben werden, da dann die Gebühr relativ gering ins Gewicht fällt. Ansonsten wird es ein teures Vergnügen. Besser: Finger weg! Falls Ihr doch davon Gebrauch macht, informiert Euch vorher über Eure Rechte und lasst Euch nicht mehr als nötig über den Tisch ziehen!

Internetbörsen
Im Internet werden in verschiedenen Foren Wohnungen sowie WG-Zimmer angeboten. Der beste Tipp für Wohnungen ist www.immobilienscout24.de. Aber Achtung: Leider ist es hier oft ziemlich maklerverseucht. Außerdem hat der AStA der Heinrich-Heine-Universität einen eigenen Online-Wohnungsmarkt:www.wohnungsmarkt24.net, bei dem sowohl Angebote als auch Gesuche aufgegeben werden können. Zimmerangebote gibt es u.a. auch unter www.wg-zimmer.dewww.wg-gesucht.de und www.studentenwg.de.

In Düsseldorf gibt es mehrere Mitwohnzentralen, die möblierte und unmöblierte Wohnungen für einen in der Regel befristeten Zeitraum vermitteln. Aufgrund der Provision sind die Wohnungen relativ teuer. Mitwohnzentralen sind ggf. interessant für Leute, die eine Übergangslösung suchen oder ihre eigene Bude z.B. wegen eines Auslandsaufenthaltes für einen bestimmten Zeitraum vermieten möchten.

Das gängige und unübersehbare Hauptmedium der Wohnungssuche unter Studierenden sind die großen Anschlagbretter an FH und Uni. Am FH-Standort Golzheim (direkt neben dem FH-AStA-Büro), gibt es ein Brett mit Wohnungsangeboten. Bei den Angeboten sind keine Telefonnummern und genauen Adressen angegeben. Diese erhält man gegen 2,50 Euro Kaution im FH-AStA-Büro. Wer dort Bescheid gibt, ob die Wohnung noch frei oder schon vergeben ist, bekommt die Kaution zurück.
Im FH-Gebäude 24.21 auf dem Uni-Campus (Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften) befinden sich schwarze Bretter im Foyer, also in der Cafeteria auf der 00-Ebene. Wer dort Wohnungsgesuche und Angebote aufhängt, sollte darauf achten, sie ans richtige Brett zu hängen, z.B. nicht ans FSR- oder FrauenLesbenreferats-Infobrett, denn da sind sie schnell wieder unten. Das gleiche gilt für Leute, die einfach andere Zettel überkleben. Ihr solltet auch am besten das Datum auf Eure Zettel schreiben, so weiß jede/r, ob die Anzeige aktuell ist und Ihr erspart euch lästige Anrufe, wenn Ihr längst in Eurer neuen Wohnung seid. Manchmal findet man auch in der Stadt in Kneipen oder Supermärkten Bretter mit Angeboten. Also Augen auf!

Zunächst einmal solltest Du wissen, dass die Plätze in den Studi-Wohnheimen sehr knapp sind. Deshalb ist mit einer Wartezeit von einigen Monaten bis zu drei Jahren je nach Wohnheim zu rechnen. Nervendes Drängeln kann die Wartezeit in Einzelfällen schon mal verkürzen. Appartements gibt es von 12 bis 40 qm, möbliert oder leer von zirka 150,- bis 300,- Euro. Daneben gibt es Mehrraumwohnungen, die von mehreren StudentInnen auf WG-Basis bewohnt werden können. Darüber hinaus Familienwohnungen für Studierende mit Kind(ern). In einigen Wohnanlagen befinden sich behindertengerecht ausgestattete Appartements. Um zu den Glücklichen zu gehören, die eine solche Wohnung ihr Eigen nennen dürfen, musst Du Dich zunächst auf eine Warteliste setzen lassen, was auch online möglich ist. Die Betonung liegt hier auf eine. Es ist also nicht möglich, sich für mehrere Wohnheime zu bewerben. Anmeldung und nähere Informationen zu den verschiedenen Wohnheimen, zu Miethöhen und zu Wartezeiten gibt es beim:

Studierendenwerk Düsseldorf
Universitätsstr. 1
Gebäude 21.12 (gegenüber der Mensa auf dem Campus)
Tel.: 0211 / 81 – 13286
Mail: baeumker@stw-d.de
Persönliche Sprechzeit: Montags und Donnerstags von 09:00 – 12:00 Uhr
Telefonische Sprechzeit: Dienstags und Mittwochs von 09:00 – 12:00 Uhr

 

Das Studentenwerk hat übrigens die Aufgabe, sich um die sozialen Belange der StudentInnen zu kümmern. Dazu gehört neben dem Betrieb der Studiwohnheime zum Beispiel auch der Betrieb von Mensen und Cafeterien.

In den großen Düsseldorfer Tageszeitungen werden einmal in der Woche und am Wochenende Wohnungen angeboten. Die meisten Anzeigen hat der Marktführer „Rheinische Post“ (RP, Mi. u. Sa., www.rp-online.de). Daneben haben noch die „Westdeutsche Zeitung“ (WZ, ebenfalls Mi. u. Sa., www.westdeutsche-zeitung.de) und die „Neue Rhein Zeitung“ (NRZ, Do., www.nrz.de) einen regionalen Anzeigenteil. Alle drei sind auch bereits am späten Vorabend in vielen Kneipen über HandverkäuferInnen, an Nachttanken sowie an den jeweiligen Verlagshäusern erhältlich.

AVIS
Die AVIS ist das führende Düsseldorfer Annoncenblatt und ist an nahezu jedem Kiosk erhältlich. Sie erscheint jeden Freitag. Hier werden überwiegend Wohnungen, aber auch WG-Zimmer, angeboten. Außerdem könnt Ihr Angebote über preiswerte gebrauchte Kühlschränke, Waschmaschinen usw. für Eure erste Wohnungseinrichtung studieren.

Kostenlose Anzeigenblätter
Schaut auch in die wöchentlich kostenlos erscheinenden Anzeigenblätter wie den „Rheinboten“ (erscheint mittwochs und ist ab zirka 9.30 Uhr in der Geschäftsstelle Münsterstraße 92 zu bekommen) und den „Düsseldorfer Anzeiger“ (erscheint donnerstags und ist ab 9.30 Uhr im Verlagsladen am Martin-Luther-Platz 27 zu bekommen). Hier finden sich manchmal recht preisgünstige Angebote.

Der Einzug in eine staatlich geförderte, also in der Regel preisgünstige Sozialwohnung, ist an den Besitz eines so genannten Wohnberechtigungsscheins (WBS) gebunden. Einen WBS erhält jede/r, die/der in den letzten zwölf Monaten nicht mehr als 15.000 Euro verdient hat. Für eine einzelne Person wird eine Wohnungsgröße von rund 45 qm, für zwei Menschen zwei Räume oder 60 qm, für drei dann drei Räume oder 75 qm als angemessen betrachtet. Der Wohnberechtigungsschein gilt für ein Jahr und ist danach zu erneuern. Für Düsseldorf ist er zu beantragen beim Amt für Wohnungswesen. Mitbringen solltest Du eine Immatrikulationsbescheinigung, Deinen Personalausweis, 3,- Euro und Einkommensnachweise über das letzte Kalenderjahr und für den Monat vor der Antragstellung. Zusätzlich kannst Du Dich im Amt explizit als „wohnungssuchend“ in eine Kartei aufnehmen lassen, was du auch auf jeden Fall machen solltest, damit die Zahl der Wohnungssuchenden in den Statistiken etwas näher an die Realität rücken und hierdurch vielleicht – verbunden mit politischem Druck – die Verantwortlichen zum Handeln gezwungen werden.

Das Wohnungsamt vermittelt aber nur in besonderen Härtefällen eine Wohnung, z.B. wenn Du Kinder hast oder behindert bist. Du kannst natürlich auch zu einem „Härtefall“ für deine/n SachbearbeiterIn werden, indem du dort dreimal täglich auf der Matte stehst und nach einer Wohnung fragst…

In der Regel erhalten Studierende kein Wohngeld, da der Staat davon ausgeht, dass dieser Anspruch durch die BAföG-Förderung abgegolten ist. Dies gilt auch für Studierende, die keine BAföG-Förderung erhalten, weil ihre Eltern zuviel verdienen. Anspruch auf Wohngeld haben nur Studierende, die nach dem BAföG nicht förderungsberechtigt sind. Das ist u.a.(!) der Fall, wenn:

  • ein Fachrichtungswechsel nicht anerkannt wurde
  • die Förderungsdauer überschritten ist
  • Leistungsnachweise endgültig nicht erbracht wurden
  • die Altersgrenze überschritten ist
  • man als ausländische/r StudentIn nicht BAföG-berechtigt ist

Anträge auf Wohngeld können beim Amt für Wohnungswesen gestellt werden.

Einen großen Wohnungsbestand haben auch die acht Düsseldorfer Wohnungsgenossenschaften. Eine Liste dieser erhaltet Ihr beim Amt für Wohnungswesen. In der Regel müsst Ihr Mitglied werden, um so eine Wohnung zu erhalten. Außerdem müsst Ihr Geschäftsanteile übernehmen, das Geld bekommt Ihr aber bei Austritt verzinst zurück. Außerdem bekommt Ihr nicht sofort eine Wohnung, sondern steht erst einmal auf einer Warteliste. Dennoch kann es lohnenswert sein, sich diese Möglichkeit einmal näher anzuschauen.

Wohngemeinschaften sind immer noch die klassische studentische Wohnform. Man lebt billiger als alleine und hat gleichzeitig mehr soziale Kontakte. Besonders für Neuankömmlinge in einer Stadt also sehr attraktiv. Die Suche nach einer mit mehreren Leuten bezahlbaren großen Wohnung gestaltet sich in Düsseldorf zudem leichter, als die nach einer bezahlbaren kleinen Wohnung für eine Person. Bei WG-Neugründungen solltet Ihr u.a. folgende Fragen frühzeitig klären:

  • Soll eine Untermietregelung gelten oder werden alle WG-Mitglieder in den Mietvertrag aufgenommen?
  • Welche Modalitäten gelten beim Ausscheiden eines WG-Mitglieds und welche Regelung gilt bei der Kündigung des Mietvertrags?
  • Wer ist für die Mietzahlung verantwortlich?

Am wichtigsten ist natürlich, dass Eure neuen MitbewohnerInnen genauso nett und zuverlässig sind, wie Ihr selber…

Internetadressen

www.immobilienscout24.de
www.optikur.de/wohnen/sparsam-wohnen

Nicht selten führt gerade bei der Wohnungssuche Phantasie und Hartnäckigkeit zum Ziel. Du siehst ein Haus, in dem Wohnungen offenbar leer stehen (keine Gardinen etc.): mal bei den Nachbarn klingeln und freundlich nachfragen! Überhaupt hilft fragen häufig weiter: In der Kneipe, in den ErstsemesterInneneinführungen, beim Straßenbahnfahren und wo auch immer. Ein besonders pfiffiger Zeitgenosse hatte einmal Erfolg durch das Tragen eines selbstbedruckten T-Shirts mit „Student sucht Wohnung. Sie können weiterhelfen? Sprechen Sie mich bitte an!“. Eine nette Omi wusste Rat. Auch auffällige Plakate (Achtung: Verbotenes Plakatieren kann teuer werden) und Handzettel haben schon zum Ziel geführt.

Wir wünschen viel Erfolg!