Erinnerungsort

Wanderausstellung

Deportiert ins Ghetto

Die Deportationen der Juden aus dem Rheinland im Herbst 1941 ins Ghetto Litzmannstadt (Łódź)

6. bis 30. Januar 2014, Fachhochschule Düsseldorf, Erweiterungsbau, Foyer, Georg-Glock-Str. 19, Düsseldorf-Golzheim

Veranstalter: Allgemeiner StudentInnen Ausschuss (AStA) der FH Düsseldorf in Zusammenarbeit mit dem Erinnerungs- und Lernort „Alter Schlachthof“ der FH-D und der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf.

Die Ausstellung ist ein Projekt des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW. Sie wurde von der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln in Kooperation mit dem Staatlichen Archiv Łódź erarbeitet.

Deportationen von Düsseldorf und Köln

Im Herbst 1941 verließen drei Transporte das Rheinland in Richtung Polen. Von den Städten Düsseldorf und Köln aus wurden insgesamt 3.014 Juden aus der gesamten Region in das Ghetto von Litzmannstadt (Łódź) deportiert. In Düsseldorf mussten sich die Juden und Jüdinnen vor ihrer Deportation in der Großviehhalle des damaligen städtischen Schlachthofs in Derendorf einfinden – an der Stelle, wo heute der Neubau der FH Düsseldorf entsteht. Ein Teil der Verschleppten starb im Ghetto, viele wurden von dort ins Vernichtungslager Kulmhof gebracht und ermordet. Diejenigen, die 1944 noch im Ghetto lebten, wurden im Zuge der Auflösung des Ghettos in verschiedene Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Nur 36 Personen überlebten das Kriegsende.

Die Ausstellung

Die Ausstellung „Deportiert ins Ghetto. Die Deportationen aus dem Rheinland im Herbst 1941 ins Ghetto Litzmannstadt (Lodz)“ befasst sich mit der Geschichte der Deportierten, mit ihrer Zeit vor der Verschleppung und schwerpunktmäßig mit dem Leben im Ghetto. Das Leben der Juden aus dem Rheinland im Ghetto von Litzmannstadt (Łódź) wird anhand biografischer Zeugnisse und vieler Dokumente aufbereitet und erklärt. Die Vielzahl von abgedruckten Fotografien und Originaldokumenten geben den Deportierten ihre Identität und ihre persönliche Geschichte zurück.

Lebendiger Ort der Erinnerung

Seit Bekanntwerden der Pläne für einen Fachhochschulneubau auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofes in Düsseldorf-Derendorf hat sich der AStA der FH Düsseldorf für einen zukünftigen Erinnerungsort für die deportierten Jüdinnen und Juden ausgesprochen und ist entsprechend aktiv geworden. Studierende und Lehrende sind ebenfalls aufgerufen, ihr Fachwissen einzubringen und sich an der Entstehung des Erinnerungs- und Lernortes zu beteiligen. Es soll ein aktiver, soziokultureller Erinnerungsraum entstehen, der Teil des Campus-Lebens und im Hochschulalltag sichtbar ist. Dem Konzept des „offenen Campus“ folgend soll er aber auch offen sein für alle historisch interessierten BürgerInnen der Stadt.

Öffnungszeiten und öffentliche Führungen

Mo- Fr 6:00 – 22:00 Uhr

Sa/So 7:00 – 17:00 Uhr

Sonntag, 12.01., 19.01. und 26. 01.2014 jeweils um 15:00 Uhr

Mittwoch, 15.01., 22.01. und 29.01.2014 jeweils um 18:00 Uhr

Und nach Voranmeldung

Treffpunkt ist das Büro des AStA, Raum NE 23

Anfahrt

FH Düsseldorf

Georg-Glock Str. 19

(Erweiterungsbau)

40474 Düsseldorf

Anfahrt mit dem ÖPNV ab Hbf

U-Bahn U78 (Richtung D-Messe/Arena) und

U-Bahn U79 (Richtung D-Kaiserswerth / DU-Meiderich Bf)

Haltestelle Golzheimer Platz oder Theodor Heuss Brücke

Kontakt

Dipl.-Soz.Päd. Alexander Stockhaus

Projektstelle Erinnerungsort „Alter Schlachthof“ Campus Derendorf

Allgemeiner StudentInnen Ausschuss (AStA)

Fachhochschule Düsseldorf

Georg-Glock-Str. 15

40474 Düsseldorf

Tefelon: 0049 (0) 211 451206

Fax: 0049 (0) 211 452369

Email: erinnerungsort@asta-fh-duesseldorf.de