Hochschulpolitik

Als Hochschulpolitik werden alle politischen Diskurs und Entscheidungen bezeichnet, die sich auf ein Hochschulstudium auswirken: Studiengebühren, soziale Absicherung, Qualität und Inhalte der Lehre, Lehrpersonal, Forschung und vieles mehr. Einiges hat sich hier in letzter Zeit verändert, in den allermeisten Fällen zu Ungunsten der Student*innen. Als Stichworte wären Studiengebühren (in NRW erst vor kurzer Zeit wieder abgeschaft), Abbau von Mitbestimmungsrechten und die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen zu nennen. Durch letztere hat sich die Qualität der Lehre in vielen Bereichen verändert. Für Studierende bedeutet das mehr Leistungsdruck und eine starke Einschränkung der freien Gestaltung ihres Studiums, für die Dozent*innen wurde die Freiheit der Lehre stark eingeschränkt.

Die studentischen Vertreter*innen setzen sich in unterschiedlichsten Gremien und Kommissionen für die hochschulpolitischen Belange der Student*innen ein. Auf NRW-Ebene sind wir, der AStA, Mitglied im Landes-ASten-Treffen (LAT NRW). Hier wurde intensiv zum Thema Studiengebühren gearbeitet aber auch die Reformierung des Bachelor/Master-Systems ist ein Arbeitsschwerpunkt. Auf Bundesebene gehören wir dem „freien zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) an. um auch bundesweit unseren Forderungen Nachdruck verleihen zu können.

Auf Ebene der studentischen Selbstverwaltung vor Ort werden hochschulpolitische, aber natürlich auch andere Themen auf AStA-, Student*innenparlaments- und Fachschaftsratssitzungen diskutiert. Nicht zuletzt bedingt durch die kurzen Regelstudienzeiten und die Verschulung des Studiums sind leider immer seltener kontinuierlich wirkende studentische Arbeitskreise anzutreffen, wie z.B. den Antifaschismus-Arbeitskreis. Bei wichtigen Entscheidungen werden Vollversammlungen einberufen. In dieser Zeit fallen Vorlesungen und Seminare aus.

Diskussionen über hochschulpolitische Themen allein aber bringen nicht weiter, sie müssen in Aktivitäten umgesetzt werden. Und es bedarf Menschen, die Infos heranschaffen, koordinieren und organisieren – sich eben verantwortlich fühlen.

Grundsätzlich gilt auch im Themenfeld Hochschulpolitik: Je mehr Leute sich für derartige Aufgaben verantwortlich fühlen, mitdiskutieren und mitentscheiden, umso besser. Das kann durch (freie) Mitarbeit in den Fachschaftsräten geschehen, durch Gründung eigener Arbeitskreise, durch Zusammenarbeit mit den Aktiven im AStA oder wo und wie auch immer, alles ist besser als Stillstand und Inaktivität.